Schleiereulenkasten in Sandweier gereinigt

Nachdem die Sanierungsarbeiten im Dachstuhl der Kirche Sandweier weitestgehend abgeschlossen sind, konnten Marianne Leis-Messer und Hans-Werner Maternowski jetzt gefahrlos den Schleiereulenkasten reinigen. Der Kasten im Giebel der Kirche war fast vollständig mit Gewölle und Nistmaterial gefüllt. Als der Kasten geöffnet wurde, flog eine Schleiereule aus. Hans-Werner Maternowski hat die Renovierung baubiologisch begleitet. Es wurden auch noch Fledermauskästen angebracht und Einflugmöglichkeiten für Fledermäuse geschaffen. Bei der Begehung konnte bereits frischer Fledermauskot gefunden werden.

Ministerpräsident lädt Verbandsvertreter ein

Kurz vor der Landtagswahl lud Ministerpräsiden Winfried Kretschmann Vertreter der Verbände aus dem Landkreis Rastatt ins Dorint-Hotel in Baden-Baden ein. Neben Vertretern der Feuerwehr, des Notfallkrisen-Teams, Flüchtlingshelfern und zahlreichen anderen waren auch die Vorstandmitglieder der NABU-Gruppen Bühl-Achern und Baden-Baden/Sinzheim dabei.

Schlammpeitzger im Bruchgraben

Am 9.11.2015 wurden im NSG Bruchgraben zwischen Oos und Sandweier die Erweiterungen des Bruchgrabens vorgestellt, die den Lebensraum des Schlammpeitzgers vergrößern.

Der Schlammpeitzger ist ein vom Aussterben bedrohter Fisch der im schlammigen Grund von Gewässern lebt. Als besondere Anpassung an zeitweise austrocknende Gewässer kann er Sauerstoff über die Darmschleimhaut aufnehmen. Seine Nahrung sind Muscheln, Schnecken und Insekten, die er mit seinen Barteln im Schlamm aufspürt. Das bis zu 30 cm lange Fischchen wurde 2014 zufällig im Bruchgraben entdeckt. Die jetzt durchgeführten Arbeiten fanden im Rahmen des Projektes "Lebensabder Oberrhein" statt. Dr. Katrin Fritzsch leitet das Projekt in Baden-Württemberg, vor Ort betreute Michael Hug vom ILN das Projekt.

Schlammpeitzger im Aquarium
Schlammpeitzger im Aquarium

Mit schwerem Gerät im Einsatz für Libellen

Auf zwei Flurstücken der Gruppe Baden-Baden/Sinzheim im Naturschutzbund Deutschland (NABU) in den „Moormatten“ bei Leiberstung wurden in den vergangenen Tagen zwei Flachgewässer ausgebaggert. Anlass für diesen maschinellen Großeinsatz ist der Schutz mehrerer hochgradig bedrohter Libellenarten mit den wohlklingenden Namen Gefleckte Heidelibelle (Sympetrum flaveolum), Südliche Binsenjungfer (Lestes barbarus) und Südliche Mosaikjungfer (Aeshna affinis).

Alle drei Libellenarten haben in dem Sinzheimer Ortsteil einen ihrer wenigen verbliebenen Lebensräume im Regierungsbezirk Karlsruhe; sie sind auf der Roten Liste Baden-Württembergs als „stark gefährdet“ bis „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Aus diesem Grund organisierte und finanzierte das Naturschutzreferat des Regierungspräsidiums Karlsruhe die nun durchgeführten Gestaltungsmaßnahmen. Die Umsetzung der Maßnahme ist durch eine enge Kooperation der ortsansässigen NABU-Gruppe, der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Rastatt und dem Regierungspräsidium Karlsruhe möglich geworden; die Kosten der Erstpflegemaßnahme übernimmt das Regierungspräsidium, um die Folgepflege kümmert sich die sehr aktive NABU-Gruppe.

 

Südliche Mosaikjungfer
Südliche Mosaikjungfer

Alle drei Libellenarten sind in ihren Lebensraumansprüchen an gut besonnte Flachgewässer gebunden, die in klimatisch durchschnittlichen Jahren regelmäßig im Hochsommer trockenfallen. Dies birgt für die an solche nicht dauerhaft Wasser führenden Gewässer angepassten Tierarten das hohe Risiko, dass ihre Nachkommen vertrocknen. Andererseits sind Libellenlarven in solchen Gewässern vor Konkurrenz und Fressfeinden, wie Fischen sicherer als in Gewässern mit permanenter Wasserführung. Aufgrund ihrer starken Bestandsrückgänge werden alle drei Arten im Artenschutzprogramm Libellen bearbeitet. Beim Artenschutzprogramm handelt es sich um ein Programm des Landes Baden-Württemberg, mit dem das Aussterben weiterer Arten im Land durch praktische Maßnahmen verhindert werden soll. An den neu angelegten Gewässern wird eine zeitnahe Ansiedlung aus den auf einem Nachbargrundstück bereits bestehenden Tümpeln erwartet.

 

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